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Saisonrückblick

Nach beendeter Saison blicken wir nun zurück.

Das erste Rennen war In Igls (Aut) und stellte sogleich ein Doppelrennen dar. Da durch die ganze Saison einige Rennen ausfielen wurden diese an anderen Orten in einem Doppelrennen nachgeholt. Das bedeutet die 2er-Rennen am Mittwoch und Donnerstag und die 4er-Rennen am Samstag und Sonntag. Mit den Plätzen 11 und 12 starteten wir verhalten in die Saison. Da wir im vergangenen Jahr gar kein Viererbob gefahren sind waren die Ränge 12 und 18 zufriedenstellend. Die Reise ging weiter nach Königssee (D).

Da letztes Jahr die Juniorenweltmeisterschaften dort stattfanden waren wir guten Mutes ein erfolgreiches Resultat herauszufahren. Schlussendlich wurde es der 13. Rang und somit der beste Schweizer aus dem Europacup. Die Platzierung war deshalb so hoch einzuschätzen, weil bei diesem Rennen insgesamt 5 Weltcupteams anwesend waren. Der Wettkampf wurde von einem schlimmen Unfall von Seiten der Russen überschattet. Das Viererrennen wurde wegen Problemen mit dem Auslauf abgesagt und später dann in einem Dreierrennen in Winterberg nachgeholt. Der Unterbruch gab uns ein wenig Zeit um nachhause zu fahren und um uns auszuruhen für den nächsten Saisonabschnitt.

Vier Tage nach unserer Heimkehr ging es auch schon weiter nach Winterberg. Wir wussten, dass diese Woche sehr anstrengend werden wird und versuchten unsere Kräfte möglichst sparsam einzusetzten. Die Woche bestand aus einem Doppelrennen am Mittwoch und Donnerstag mit dem 2er Schlitten sowie einem Dreierrennen am Samstag und Sonntag mit dem 4er Schlitten. Da der Anschieber Thomas Ruf sich Anfangs Saison wegen Rückenproblemen noch zurückhielt zeigten er und Rico Peter umso mehr ihre ganze Power in den 2er-Rennen.

Der 7te und 13te Rang war eine Belohnung für die ganzen Anstrengungen in der Saisonvorbereitung und wiederum die beste Platzierung eines Schweizers. Am Samstag waren zwei Läufe angesetzt. Diese waren aber speziell weil jeder Lauf ein unabhängiges Rennen darstellte. Obwohl wir nicht in der gewünschten Besetzung starten konnten, waren Platz 12. und 13. in einem akzeptablen Bereich. Der nächste Tag brachte mit dem 9. Rang einen optimalen Abschluss der Rennen in Winterberg mit sich.

Die nächste Station befand sich in der Nähe von Dresden, in Altenberg. Auf dieser Bahn absolvierten wir letztes Jahr kein Rennen. Darum waren wir besonders gespannt, was wir erreichen würden. Obwohl wir im ersten Trainingslauf nur bis Kurve 14 kamen, waren wir trotzdem mit dem ganzen Training zufrieden. Der 8te Schlussrang lag dann auch über unseren Erwartungen. Mit diesem guten Resultat wollten wir natürlich im 4er-Rennen nachdoppeln.

Wir steigerten uns von Trainingslauf zu Trainingslauf und waren nach dem Abschlusstraining sicher, dass wir ein gutes Resultat herausfahren können. Leider kamen wir im Rennen nicht über den ersten Lauf hinaus. Ein kleiner Fahrfehler mit grosser Auswirkung liess uns das Eis ab Kurve 10 ein wenig näher betrachten. Es stellte uns zwar wieder in Kurve 12 auf, aber wir waren so fasziniert von dem schönen Eis, dass wir uns in Kurve 14 wieder auf die Seite legten. Zum Glück war nichts passiert, aber wir liessen den Rest des Rennens aus, weil Rico Peter seinen Kopf fester angeschlagen hatte, als wir zuerst meinten.

Wir traten die neunstündige Heimfahrt an und konzentrierten uns dann auf den Saisonhöhepunkt, die Schweizermeisterschaften in St. Moritz. Die Meisterschaften über Neujahr verliefen aber gar nicht nach unseren Wünschen. Im 2er-Rennen wurden wir wegen unerlaubten Kufenschrauben disqualifiziert. Mit dem 7ten Schlussrang im 4er-Rennen konnten wir den Schaden aber noch in Grenzen halten. Die Plätze 14 und 10 in Cesana (It) und die Plätze 8 und 12 in St. Moritz rundeten eine erfolgreiche Saison ab.

Für die Saison 10/11 haben wir uns vorgenommen nach einem intensiven Sommertraining regelmässig im Europacup in die Podestplätze zu fahren. Materialtechnisch sind wir jetzt schon am testen, damit wir auch im diesem Bereich Fortschritte machen können.

Bobteam Rico Peter